Kategorie: Travels

Ein Sonntag in Paris – es gibt Schlimmeres

Es ist Sonntag, Sonntag und ich in Paris.
Die Migräne des vergangenen Abends sitzt mir noch im Nacken.
Es wird ein ruhiger Tag, zwangsläufig.
Das Bett ist weich, warm und es ist Sonntag.
Doch die Vergänglichkeit der Möglichkeit treibt mich an.
Ein Tag Paris, ein Tag und der muss gelebt werden.
Zeitdruck macht uns aktiv, wie viel gäbe es an einem Sonntag in Wien zu erleben?
Und ich, ich liege im Bett.
Man verpasst immer etwas, ja 99 Prozent, also liegt es an uns, den einen Prozent zu genießen und den Rest gut sein zu lassen, denn stressige Gedanken machen nicht glücklich. Doch auch Glücklichkeit kann stressen, wer mit dem Ziel lebt, immer glücklich zu sein, macht sich selber unglücklich.
Doch zurück, zurück nach Paris.

Ich verlasse die „Comfortzone“, schnuppere frische Luft.
Die Straßen schlafen noch, genau das Richtige für meine Stimmung und den pochenden Kopf. Wir sitzen in einer Bäckerei. Uns gegenüber ein Pärchen in Jogginghose.
„Un Croissant s’il vous plaît. Und, äääh, thé ?“
„Oui, oui.“
Eigentlich nicht mein Frühstück, aber when in paris … So ein Croissant hat schon ´was. Langsam schlürfen wir unseren Tee, beobachten, wie die Pariser aus ihren Häusern kriechen, in die Bäckereien schlüpfen, um dann mit Gebäck unter Arm wieder zu verschwinden.
Ein Mann mit Zehenschuhen.
Eine Frau mit roter Mütze gestikuliert wild, sie hat nur große Scheine – merde, merde. Schlussendlich bekommt auch sie ihr ‚pain‘.
Wir lösen uns, machen uns wieder auf den Weg. Wohin ? Das wissen wir eigentlich nicht.
Schlägeln uns durch Marais, wo vegane Restaurants hinter jeder Ecke lauern.
Es gibt Schlimmeres.
Wir landen in einem Park, sitzen auf einer Bank unter Bäumen, vor uns plätschert ein Brunnen und Touristen posen davor.
Eine Dame mit Perlenohrringen und ordentlich hochgesteckten Haar in blond, dreht langsam joggend ihre Runden. Selbst ihre Schuhe sehen ordentlich aus, und gleichen mit ihren gedeckten Farben, so gar nicht den üblichen knall neon Turnschuhen, die die Regale füllen. Elegant schnaufend macht sie bei einer Bank halt, legt ihr Bein darauf und dehnt es behutsam. Wenn jemand elegant schnaufen kann, dann sie.
Auf der Wiese steht ein Muskelprotz, ich möchte Menschen nicht auf ihr Äußeres reduzieren, aber er ist ein Muskelprotz. Neben ihm sitzt ein älterer Mann im Gras und hört ihm zu.
Die beiden sind umringt von Geräten, Bändern und Rollen. Doch sie sitzen und stehen einfach da. Es scheint eher ein theoretischer Vortrag zu sein. Doch dann, dann fangen sie an ihre Faszien zu rollen.
Vor dem Brunnen steht ein Mädchen, sie verdreht ihre Beine leicht, lehnt sich lächelnd nach vorne, in Richtung ihres Freundes, der eine Kamera hält. Klick, klick, klick.
Sie diskutieren über die Ergebnisse, bis das ganze von vorne beginnt. Sie wirft mit ihren Haaren um sich.
Immer mehr Menschen finden den Parkeingang, ich weiß gar nicht, wen ich als nächstes beobachten soll.
Die Hampelmänner in schwarz, am Ende des Parks, deren Workout schon beim Zusehen schmerzt ?
Die asiatische Touristin im Disney angehauchten Kleid ?
Oder doch die österreichische Familie, die über ein Märchen streitet ?

Wir gehen weiter, durch Torbögen und Gassen.
Die Sonne scheint. Es gibt Schlimmeres.
Wir finden einen weiteren Park, Blumen wuchern und Tauben flattern. Eine Statue steht still da.
Wir gehen weiter. Immer mehr Menschen füllen die Straßen, doch die Ruhe bleibt.
Jeder Zweite trägt ein Baguette unter dem Arm.
Diese Stangen Brot schauen genauso aus Papiertüten in Händen junger Männer raus, wie aus den Handtaschen alter Damen.
Hat der Pariser kein Baguette unterm Arm, dann einen kleinen Hund an der Leine.
Es gibt schlimmere Stereotype.
Ein Mann trägt einen schlafenden Mops. Dessen Speckröllchen wallen sich über den Arm des Mannes. Schönheit ist nicht alles, denke ich.
Wir schauen in geschlossene Schaufenster.
Gehen Mittagessen. Ich dachte, Wien ist teuer, dann London, dann Paris. Nun ja es schmeckt. Es gibt sogar: “ ier aben sie gefiltert Wasser“.
Es gibt Schlimmeres.
Ein Mittagspäuschen.
Ein weiterer Spaziergang.
Ein Abendessen.
Paris an einem Sonntag.
Es gibt Schlimmeres.

Montag, ein Kaffee, der eher einer Suppe, von der Größe her, gleicht.
Ein weiteres Croissant – oui, oui – so lässt sichs leben.

Eine Zugfahrt und Paris ist weit weg, wie ein Traum, den man nur Sonntags träumt.
Sonntage, ach es gibt Schlimmeres.

PS: Ein Paris Guide mit Tipps wird bald folgen.

Urlaubsgedanken aus La Gomera

Sonnige und meersalzige Grüße und Gedanken aus La Gomera!

29. Juli

heute geht es los, weg und hin.
weg von wien, hin auf eine spanische insel.
dort erwartet mich nichts.
kein fancy hotel oder sandstrand, keine restaurants oder läden.
wlan oder empfang – eine seltenheit.
und doch erwartet mich alles.
all das meer, all die mangos und sonnenstrahlen.
und manchmal ist das nichts, alles.
alles was wir zum glück brauchen. /
a different kind of luxury.

30. Juli

the in between /
zwischen hier und dort,
noch nicht ganz weg, noch nicht ganz da.
irgendwo in der schwebe.
um mich – gewusel.
so viele emotionen clashen aufeinander,
vorfreude, heimweh, angst, vermissung,
all das scheint den flughafen fast zum überlaufen zu bringen.
und ich mitten drin, schwimmend, ertrinkend in meinen und den gefühlen der anderen,
die ich mich eindringen ohne vorher zu fragen.
so viele blicke streifen sich, abwesend, neugierig, peinlich berührt.
ein kind schreit. ein herr faltet seine zeitung und hustet einmal kräftig.
schon beim betreten trifft einen die luft, die es sonst nirgendwo gibt.
leises rauschen dröhnt in meinem kopf.
please fasten your seat belt.
dann das abheben.
der magen flimmert.
das herz scheint sich für eine sekunde wie eine brausetablette aufzulösen.
stunden wie fester kaugummi.
über denn wolken, kein entkommen.
die gefühlt langsamste schnelligkeit.
cabin crew prepare for landing.
das meer breitet sich vor meinen augen aus,
das herz hüpft.
we wish you a pleasant stay.
unruhe, jeder will raus, keine minute verlieren.
erleichterung.
die feucht warme luft ist wie eine wand.
trittst durch sie, beginnt der urlaub.
ich bin da. körperlich.
noch zuhause. gedanklich.
es scheint als würde mein inneres nicht mit der geschwindigkeit mithalten können und irgendwo festhängen.
erst stück für stück setzt sich wieder alles zusammen.
bis ich da bin. ganz da.

31. Juli

ein määh weckt mich. komisch wie wir menschen tierlaute transkribieren.
nun, ziegen. und das vor meinem fenster.
mehr und mehr gerausche dringen in mein langsames aufwachen.
ein alter ventilator zieht surrend seine runden über meinem kopf.
gibt es etwas schöneres, als zwischen schlaf und tag zu verweilen, wenn nichts drängt ?
frühstück. klebrige mangohände. das meer.
dann suche ich wlan, bekomme einen zettel.
username, passwort – enter.
nichts. enter.
instagram, mein text, bild.
ich bin ein harmoniebedachter mensch, aber warum verfickt lädt jedes verdammte bild zehn minuten. gedankliches haareraufen. aaaaah.
okay, einatmen.
ich kapituliere.
tue das warum ich hier bin. nichts.
liegen. lesen. lesen. lesen, lesen. liegen.
meeresrauschen macht mich emotional.
es schwappen wellen, um und in mir.
nach drehen und wenden – mittagessen.
das leben kann so hart sein.
dann ? lesen. ziemlich unbequem dieses stück plastik, die liege.
über steine geht es dem blau entgegen.
balance is key. as always.
warum ist es eigentlich am strand völlig okay, einfach nichts zu tun, doch zu hause ist man der faule sack und verschwendet sein leben?
wasser, ich fühle mich leicht. das salz trägt mich, oder fett schwimmt einfach oben auf. wie auch immer.
ich weiß, dass nasse haare nie so sexy aussehen, wie man denkt. verschwinde in die dusche.
spaziere ein stück den berg rauf – wieder kein netz. wie ein süchtiger starre ich auf den bildschirm bis ein elendiges E auftaucht. gibt es etwas schlimmeres als kein internet? ja, langsames. aggression vorprogrammiert.
abendessen. ich sitze zwischen zwei gesprächen, kann mich nicht entscheiden und sage dann gar nichts.
eine bar. wie armselig muss ich aussehen – do you want to sit with us? okay. small talk.
ich ? keine ahnung wo ich mit meinem leben hin will. history and politics. london. medizin irgendwas freiburg. aha.
tanzen. wakelnde arme, hüpfende knöchel.
wenn die paare verschwinden, ist es zeit zu gehen, alleine rumstehen, das muss nicht sein.
jeder mensch hat das recht auf würde.
dunkle salzige luft.
das surren des ventilators.
stille. ein paar grillen. willkommen auf la gomera.

1. August

war heute bei yoga mit volker.
habe losgelassen beim klang von kristallen, meinen elektromagnetischen fluss gefördert und die rolle der schönheit gemacht.
habe delfin, adler und krokodil geübt.
scheiße, ich war der ganze zoo, mann!
bin jetzt ziemlich erleuchtet.
musst dafür nur eeeentspann dein beeeecken machen.
damit ihr es wisst: alle wesen sind glück, zufriendenheit und schönheit.
und alles was dir geschieht isch rischtig für disch.
nächstes mal dann lachyoga mit ulrike.

2. August

ich fühle mich schlecht, weil es mir gut geht. paradox.
vergleichen macht unglücklich, du weißt das und ich auch. aus eigner erfahrung.
so fühlt es sich falsch an, hier all das „sonne, meer, mangos“ abzuladen, wenn die meisten die es lesen irgendwo arbeiten müssen.
ich möchte nicht, dass sie sich traurig fühlen.
doch vielleicht ist das um zu viele ecken gedacht.
also habe ich beschlossen, einfach das glück zu genießen und hier zu teilen, denn es währt ja nicht ewig.
ich wünschte ich könnte euch ein paar sonnenstrahlen und mangos vorbei schicken.
denn es ist auch okay mal glücklich zu sein, genauso wie traurig und das sollte nicht davon abhängen wie traurig oder glücklich andere sind.
eigentlich hat das nichts mit dem standort zu tun. ich war schon an den bezauberndsten orten sehr traurig und zuhause furchtbar glücklich.
wir sollten wieder lernen uns mit anderen zu freuen, ich weiß das ist manchmal schwierig, wenn man in einem loch sitzt. und manchmal geht es einfach nicht und ist auch okay.
dabei sollten wir nie vergessen, dass in den paar zentimentern bild nur eine halbe wahrheit liegt. //

what terrifies me most is how we
foam at the mouth with envy
when others succeed
but sigh in relief
when they are falling.
our struggle to celebrate each other is
what’s proven most difficult
in being human.
@rupikaur_

3. August

postkarten sind so eine schwebe in zeit und raum. du schreibst sie so im moment, wie sonst keine nachricht und trotzdem kommt sie erst tage später an, wenn sie schon fast vergessen ist.
ein zeichen aus den urlaub, ich hab an dich gedacht.
von einem kleinen gruß bis worten die den rahmen sprengen. ein schnörkeliges hallo.
leicht salzig von der meerluft und mit mangoflecken verseht landet sie dann in einem postfach.
es kean afoch mehr postkartn gschriebn!

5. August

sonne unter der haut /
der salzige wind wäscht die sorgen aus /
die hitze brennt die zweifel fort /
das meer rieselt im nacken /
der körper so voller wärme,
dass abends die haut glüht /
innere ruhe/
alles ist leicht

7. August

ich versuche,
versuche das glück
tief einzuatmen,
die sonnenwärme
in jede einzelne zelle einzufangen,
die salzige luft
tief in meine lunge zu inhalieren
die intensität der abendlichen oleanderfarbe
in gedanken zu speichern
die ruhe der sterne
in mir zu halten
den optimismus von romanen am strand
zu sammeln und festzuhalten
die zukunftsfreude nicht in angst schwappen zu lassen.
solange ich hier bin, ist alles vergessen,
alles gut.
denn ich weiß,
weiß wie dunkel die wintermonate sein können,
wie tief die kälte kriecht.
doch jetzt, jetzt ist alles gut.

8. August

über mir die schwärze. kleine lichtsprenkel.
der mond scheinbar kühl und rau.
diese weite, über meinem kopf, die so oft verloren geht.
diese weite, wenn alles sich wieder relativiert, ich da stehe – klein.
wenn alles einen bedeutungswandel erfährt, alles wieder zurecht gerückt.
eine bahn breitet auch vor mir aus, eine zukunftsidee.
das herz pocht.
das vertrauen wieder aufgeladen.
je schwärzer die luft sich färbt, konturen verwaschen von der nacht, desto klarer wird so einiges.
der nacken starr, ein vogel kreischt, mein
blick senkt sich langsam.
ich werde wieder darauf vergessen,
was nichts daran ändert, dass es da oben wartet, da ist.

11. August

ich habe gestern zwischen abschied und vorfreude verbracht.
der abreisetag naht und stellt alles auf den kopf, so wie die anreise.
so habe ich jedes stückchen in mich aufgesogen, mich in die wellen geschmissen, die salzige luft legte sich auf meine haut, die gedanken schon nicht mehr ganz da.
einfach mal offline gewesen.
abends dann in den himmel gestarrt, die sterne bestaunt und einfach still gewesen.
barfuß getanzt bis der muskelkater kam, gelacht und dann mit blasen an den füßen spät zu bett gegangen.
abschiede machen alles intensiver, jeder moment scheint so wertvoll.
doch trotzdem ist da auch vorfreude, freude auf die stadt und veränderung.
die reise geht weiter.

12. August

Mittlerweile bin ich in London angekommen und schicke euch auch von hier liebe Grüße –  Bericht folgt!

Lissabon Guide

L i s s a b o n  – Lissabon ist gedrängte kleine Gehwege, ist ein endloses Meer an gemusterten Fließen, ist Weitblick auf all seine Dächer, ist bunt und voller Leben.
Lissabon ist aber auch Baustellen, laut, unruhig und Gras an jeder Ecke.
Lissabon ist vor allem eines – steil, steiler, Treppen.
Doch manchmal, manchmal da ist Lissabon auch schön.

Juni 2017 besuchte ich portugiesische Hauptstadt erstmals. War ich nicht mit meinen Freunden unterwegs, erlief ich mir die Stadt allein. Rauf und runter, quer und rundherum. Ich liebe das – die fremde Stadt und ich.
Dabei habe ich so einiges erlebt und entdeckt und davon möchte ich euch in meinem persönlichen Guide erzählen. Über vegane Restaurants, Second Hand Shops und Aussichtspunkte, ist alles dabei.

Ao 26 – the vegan food project 

R. Vítor Cordon 26, 1200-484 Lisboa, Portugal

Nach einem anstrengenden Tag schmeckt alles besser. Ach, wie hab ich mich über dieses gute vegane Restaurant, nach Tagen voller trockener Maiswaffeln und nach schleppend heißen Stunden in Belem, gefreut.
Das Ao 26 ist ein hippes, leckeres Restaurant mit fairen Preisen, das ich nur empfehlen kann, von den Süßkartoffel Pommes noch gar nicht zu sprechen. Die Speisekarte reicht von Burgern, die sich abheben von dem gewöhnlichen Sojazeugs und zum Beispiel aus Linsen bestehen, bis zu bunten Salaten und Sandwiches. Besonders angetan war ich auch von den Desserts – wir hatten Creme Brûlee und Schokoladenkuchen mit Früchten, beides sehr gut. Die Einrichtung ist auch sehr nett. Es ist jedoch sehr voll und man sollte auf jeden Fall reservieren.

 

 

 

Embaixada

Praça do Príncipe Real 26, 1250-184 Lisboa, Portugal

Das Emabixada ist ein etwas anderes Geschäftshaus im Ribeiro da Cunha Palast. Das Gebäude mag eher ein Museum vermuten lassen und doch finden sich innerhalb portugiesische Marken – von Kleidung, Kosmetik, Schuhen, Schmuck bis zu Kunst.
Ich habe mir dort ein Lissabon-Andenken in Form einer handgemachten Silberkette gekauft, die ich nun ständig trage.
Doch auch ein Restaurant findet sich dort und ein Interiorladen.
Besonders lieb fand ich auch die Babykleidung.
Man ist recht schnell durch das ruhige Gebäude durch und wenn man in der Nähe ist, würde ich einen Besuch empfehlen. Wer, wie ich, vergisst, die Öffnungszeiten zu beachten (es öffnet erst um 12 Uhr), dem würde ich vorschlagen, im Park gegenüber zu zeichnen, lesen oder einfach nur den älteren Herrn beim Zeitungen lesen zu zuschauen.

Website

 

 

Aloha Cafe 

R. Monte Olivete 20, 1200-279 Lisboa, Portugal

Nachdem ich das Embaixada besucht, im Park gezeichnet hatte und es schon gegen Mittag war, machte ich mich auf den Weg zum nahgelegenen Aloha Cafe.
Man muss schon davon wissen, zufällig wäre ich da nie rein gestolpert.
Das Aloha Cafe ist ein sehr nettes kleines Cafe mit Kuchen, Snacks, Mittagsmenü und Frühstück. Erwähnenswert ist auch die schöne Pflanzentapete 😉
Im Cafe saßen lauter Einheimische, meistens ein gutes Zeichen. Die Bedienung war sehr freundlich und half mir, das Mittagsmenü zu übersetzten, das täglich wechselt und nicht auf der englische Karte steht.
Ich entschied mich dann für das Mittagsmenü, in dem eine Gemüsesuppe, ein Hauptgericht und der Tee des Tages inkludiert sind. Ich weiß nicht, ob es dort üblich ist, aber dieses „Tee des Tages Ding“ ist mir öfter begegnet und ich finde es eigentlich eine gute Sache, denn bekanntlich sollte man ja warm trinken, wenn einem heiß ist. Bestellt man den Tee kalt, kommt er mit extra Eiswürfeln an.
Ich dachte erst, dass es ein veganes Cafe ist, doch mittlerweile weiß ich, dass es vegetarisch ist. So vermute ich auch, dass das Joghurt auf meinem Kichererbsen-Falafel-Wrap nicht aus Soja war. Geschmeckt hat es trotzdem gut und im Süden sollte man vieles etwas lockerer angehen, wenn man nicht verzweifeln will.
Gespannt war ich auch auf den Süßkartoffel-Brownie, den ich mir mitnahm – nun, er schmeckte sehr gesund..
Also eine rundum Empfehlung für dieses sympathische Cafe.

 

 

 

A Outra Face da Lua

R. Assunção 22, 1100-044 Lisboa, Portugal

Eine Straße entfernt von Touristenmassen und langweiligen Geschäften befindet sich dieser witzige Second Hand Shop. Er ist gefüllt mit bunter gemusterter Kleidung und ein Cafe befindet sich ebenfalls im Geschäft. Wer gewöhnliche Kleidung sucht, ist hier falsch, aber das eine oder andere ausgefallene Teil zum fröhlichen kombinieren wartet nur. Ich finde es zum Beispiel cool, eine gemusterte Second Hand Bluse über einem simplen T-Shirt und mit Jeans zu tragen.

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Typografia 

R. Augusta 91, 1100-048 Lisboa, Portugal

Bei Typografie lassen sich gute Mitbringsel für Brüder oder Freunde in Form von bedruckten T-Shirts finden. Es gibt einige coole Prints, aber es scheint auch touristisch und befindet sich auf einer überlaufenen Straße. Typografie hat auch einen Laden in Porto.

Website

 

Organi Chiado

Calçada Nova de São Francisco 2, 1200-300 Lisboa, Portugal

Ein Restaurant, das auf qualitative regionale Produkte achtet? Das musste ich ausprobieren.
In der Nähe der zwei oben genannten Geschäfte, nur etwas abseits des Touristenrummels, befindet sich das simpel eingerichtete Lokal. Ich bestellte Risotto und bekam einen gefüllten Teller mit Salat (sehr gutes Dressing), kleinen gelben Süßkartoffeln (so gut) und Risotto.
Nun, ich bin mir nicht sicher, das Risotto schmeckte käsig – war es wirklich vegan ? Ich werde es nie wissen. Also am besten beim Kellner nochmal nachfragen, falls ihr dort seid.
Auch meine Begleitung war mehr als zufrieden. Da ich unbedingt ein Dessert probieren wollte, aber so gesättigt war, nahm ich eines mit. Vegan cheesecake with berries – hach, das war gut, mit Keksboden. Ich wünschte, ich hätte nochmal Zeit gehabt, erneut dorthin zu gehen.

Website

 

Go Natural / Brio – Bio-Supermarkt 

309, Tv. Carmo 1, Portugal

Lifesaver! Als Veganer im Süden hat man’s nicht immer leicht. Doch des Veganers bester Freund ist der Bioladen. Es hat sich immer bewährt, ein paar Snacks, die gegebenenfalls eine Mahlzeit ersetzten können, zu kaufen – zum Beispiel Maiswaffeln und ein Aufstrich.
Das ist auch eine gute Möglichkeit, Geld zu sparen.
Ich will nicht wissen, wie viele Maiswaffeln ich in elf Tagen Portugal und Spanien gegessen habe.
Aufstriche sind auch super für Hotelfrühstücks, dann braucht an nur noch ein Stück Brot.
Der Brio Biosupermarkt (ich denke, es ist mittlerweile ein Go Natural) bietet fast alle Produkte, die man im deutschsprachigen Raum auch findet und ein paar „Meals to Go“.
Gleich neben dem Supermarkt sind ganz schöne moderne Kleidergeschäfte.

Brio auf Yelp 

 

Aussichtsplattformen – Miradouros

Chiado

Ebenfalls nah dem Bio-Supermarkt befindet sich eine tolle Aussicht. Mitten in Chiado ist da so ein netter Platz, vor der Igreja do Carmo Kirche. Und hinter der Kirche ist eine schöne Aussicht auf die Dächer Lissabons. Genauso zufällig, wie ich sie gefunden habe, bin ich dann in einem Aufzug gelandet, der mich in einen Laden auf eine wuselige Straße brachte. Jetzt ich Nachhinein denke ich, es war ein privater, aber wo es einen halt so hintreibt…

Principe Real 

In der Nähe des Hotels, in dem ich wohnte, befand sich eine weitere schöne Aussicht – der Miradouro Sao Pedro de Alcántara.
Lissabon mag zwar anstrengend und steil sein, aber gerade das ermöglicht alle diese Aussichten.

 

Museen

Ich habe in Lissabon nur ein Museum besucht – das Gulbenkian. Dort sind Kunstschätze aus allen Ecken der Welt und Epochen zu sehen. Zum Beispiel Möbel, Gemälde, Fließen und Schüsseln.
Es ist eine schöne Sammlung, bestimmt interessant für Kunstinteressierte, doch mich interessieren mehr die einheimischen Künstler, die Geschichte und Gegenwart der Stadt.
So wie zum Beispiel die jungen Künstler Portos, doch dazu mehr im Porto Guide.
Ein weiteres Museum, welches schön sein soll, ist das Azulejos (bemalt und glasierte Keramikfließen) Museum.
Doch ich habe es vorgezogen, die Fließen an den Hauswänden auf meinen Stadtspaziergängen zu bestaunen – daraus ist eine ganze Sammlung an Fotos entstanden.

 

Viertel 

Principe Real

In diesem Viertel habe ich gewohnt, deshalb ist es mir so vertraut. Geht man Richtung Park Jardim Principe Real, passiert man einige nette Geschäfte. Dort befindet sich auch Embaixada und das Aloha Cafe.  Die Geschäfte machen erst spät am Vormittag auf und es herrscht eine ruhige Atmosphäre. Im Park kann man gut entspannen und lesen. Weitere Restaurants, die ich rausgesucht, aber dann keine Zeit für einen Besuch hatte, sind Planeta Bio und Jardim Sentidos.

 

Bairro Alto

Etwas den Hügel runter, unter Principe Real, befindet sich Bairro Alto. Viele kleine Gässchen schlängeln sich abwärts oder aufwärts, je nach dem, wie man es sieht. Tagsüber scheint es wie ausgestorben, doch nachts öffnen all die Bars und Restaurants.
Es ist, meiner Meinung nach, kein Muss dorthin zu gehen, aber, wenn man in diesem Bereich ist, würde ich auf jeden Fall empfehlen, statt die Rua de São Pedro de Alcântara eine Straße versetzt zu gehen. Die Hauptstraße ist sehr befahren, der Gehweg schmal und die Touristenquote hoch. Die kleinen Gässchen sind wesentlich stressfreier zu gehen.

Bica

Noch ein Stück runter, findet sich Bica, auch ein sehr lebendiger Ort. Es ist ganz nett, einmal durch zu spazieren, doch hauptsächlich reihen sich Modekette an Modekette. Dazwischen sind versteckt kleine Antiquitätengeschäfte (mit Schallplatten!) und Concept Stores zu finden.

Chiado

Westlich neben Bica liegt Chiado. Ein mir sehr vertrautes Viertel, denn dort liegt der Bio-Supermarkt. Auch der oben erwähnte Platz und die schöne Aussicht sind dort zu finden.
Ebenfalls das Organi Chiado liegt in der Nähe.
Das Ao 26 liegt südlich unter Chiado. Ich bin sehr gerne durch dieses Viertel spaziert.

Baixa

Weiter westlich neben Chiado findet sich Baxia und viele, viele Touristen. Die Rua Augusta ist wie die Mariahilferstraße Lissabons. Viele Modeketten, die in jeder Großstadt zu finden sind, reihen sich an touristische Restaurants. Doch Baixa ist nicht nur negativ – dort ist Typografia situiert und auch der Second Hand Shop. Ebenfalls nett finde ich es, all die alten Nähzubehörgeschäfte in der Rua do Conceicão zu besichtigen und nach einem lustigen „Patch“ für meine Jeansjacke zu suchen. Fündig bin ich dann in Porto geworden, mehr dazu bald.
Die Kathedrale Se de Lisboa liegt auch in dieser Gegend.
Spaziert man weiter Richtung Süden landet man am Rio Tejo – ach, Städte am Wasser sind schon schön…

Alfama

Alfama liegt weiter westlich und soll ein schönes Viertel sein.Ich habe es nicht dorthin geschafft.

Ausflüge

Raus aus der Stadt – dazu gibt es einige Möglichkeiten. Zum Beispiel das, ein wenig außerhalb gelegene, Belem. Belem ist der Ort, wo alle Touristen sich treffen und brav in der Schlange stehen. Ihr hört vielleicht schon raus, es war nicht mein liebster Ort. Das Wasser und der Turm sind schon beeindruckend, doch wir verbrachten unsere Mittagsstunden in schleppender Hitze dort und mir wäre so einiges eingefallen, das ich lieber getan hätte. Nun ja, es war eine Erfahrung.
Was mir jedoch gefallen hat, war das Hieronymuskloster, indem wir uns, in kühlen Gängen, dem Zeichen widmeten. Denn, wenn wir etwas zeichnen, nehmen wir es ganz anders wahr und es bleibt uns in Erinnerung.
In Belem befindet sich auch das moderne Museum Museu Berardo.

Weitere Ausflugsorte sind zum Beispiel Sinatra, Cascais und Cabo da Roca – hier habe ich keine Erfahrung beizusteuern, bei Interesse findet ihr bestimmt einiges online.

 

Lissabon Essentials  

Es gibt einige generelle Tipps, die ich euch ans Herz legen möchte.
Erstens – holt euch einen echten Stadtplan! Oft geben Hotels sie kostenlos her.
Mir hilft dieses Stück Papier immer ungemein. Ja, all die Apps und Maps sind auch nicht schlecht, aber mit so einer Karte bekommt man einen viel besseren Überblick und kann sich vegane Restaurants eintragen – wenn man dann unterwegs ist, muss man nur noch einen Blick darauf werfen, um herauszufinden, wo das nächste Restaurant liegt.
Gelassenheit – ohne sie geht es hier nicht. Verzweifelt nicht, wenn ihr nicht gleich vegane Speisen findet oder es sich dann doch als vegetarisch herausstellt. Einfach nett fragen und offen bleiben.
In der Früh ruhig mal länger schlafen – so wie es Lissabon auch tut. Frühaufsteher finden Beschäftigung in Museen.
Sich mal Zeit nehmen zum Zeichnen. Dabei kommt man runter, wird fokussierter und im Nachhinein bleibt einem nicht nur die Kritzelei, sondern auch eine detaillierte Erinnerung.
Wer gerne ruhig schläft, dem seien Oropax empfohlen.
Gute Schuhe und Blasenpflaster sind ebenfalls keine schlechte Idee.
Und sonst – gehen, gehen, gehen. So lernt man die Stadt am besten kennen.
Es hilft auch sehr die vielen Steigungen als Beine-Po-Training zu sehen und die ganze Schwitzerei in der Hitze als Detox-Kur 😉

Ach Lissabon!

Lissabon, du bist ganz schön schön, bunt, überwältigend und manchmal überfordernd.
Du hast einen Platz in meinem Herzen, aber gestohlen hast du es nicht.
Wir werden uns bestimmt wieder sehen, doch sein mir nicht böse, dein kleiner Bruder Porto und ich, wir sind uns einfach näher. Es liegt nicht an dir, nein, da sind nur so viele Füße, die über dein Pflaster trampeln und dann bist du einfach zu viel für mich, lässt meine Sinne explodieren.
Doch eines, das muss man dir lassen, du bist eine Stadt am Wasser und das gefällt mir sehr. Also vielleicht, wenn du etwas gesettelter bist, vielleicht wird dann was aus uns.

Fair Fashion in Stuttgart

Stuttgart ist für mich Wienerin nicht gerade eine riesige Stadt. Trotzdem bewundere ich immer, wenn ich dort bin, die große Auswahl an Fair Fashion. 
Gerne besuche ich dort, abgesehen natürlich von meiner Oma, Glore und Greenaltity. 
Als ich das letzte Mal dort war, habe ich für euch gevloggt. Also wenn ihr mal einen Blick in beide Läden werfen wollt und einen Tipp bekommen wollt, wo man lecker vegan essen kann, dann schaut mal rein.

Bitte entschuldigt die „Shakiness“ des Videos, jeder fängt mal an und macht Fehler. Das Video ist mit meiner alten Kamera aufgenommen und ich war sehr nervös „draußen“ zu filmen. Neue Videos werden besser. Versprochen.

Vegan in Kopenhagen, Travel Vlog

Diesen Sommer habe ich einen Städtetrip nach Kopenhagen gemacht und mich prompt in diese nordische Stadt verliebt. Was ich dort alles gemacht habe ?

Viel Fahrrad gefahren, vegane Lokale besucht, eine Bootstour besucht und vieles mehr. Ach ja – und ganz viel für euch gevloggt:

Bitte nehmt Rücksicht, dass auch diese alte Videos von mir sind, die nicht der von mir erwünschten Qualität entsprechen. Neue Videos werden besser. Versprochen.



Ein guter Tipp und ein wackeliges Video, Eco Ego Kopenhagen

Mein allererstes Youtube Video! Es war aufregend, viiiel Arbeit und ist ziemlich wackelig geworden. Aber wie man sagt, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Sagt man das so oder bilde ich mir das ein? Naja, also zum wichtigeren Part.
In Kopenhagen gibt es dieses tolle Geschäft Eco Ego mit ökologischen Produkten. Wenn ihr in der Stadt seid, schaut dort umbedingt mal vorbei.
Oder zumindest in mein Video. Das ist ja fast genau so. Aber nur fast 🙂