Urban Anouk

Natürlich das Immunsystem stärken – Rezepte

Novemberkalte dunkle Luft, wolliger Schal, knisternde Natur, heißer Tee, Anflüge von Zimt in der Luft, gemütliche Abende auf der Couch. Und weißt du schon, was du dir zu Weihnachten wünschst?
NovemberHatschi, Schneutz, Bakterien an jeder Türklinke, rote raue Nasen, Gespräche aus Krächzen und Husten, der Geruch von Krankheit liegt in der Luft. Und wie lang bist du schon krank?

Damit euer November eher wie das erste Szenario aussieht, habe ich ein paar natürliche Tipps für euch, wie ihr euer Immunsystem stärken könnt.*

Bakterien ade, hallo weiße Zähne!

Mein Nummer eins Tipp ist Öl Ziehen, keep calm, es ist nicht so eklig, wie es sich anhört. Oder schon. Naja, es hilft auf jeden Fall.
Öl ziehen hat laut Internet Superkräfte;

Ich fokussiere mich hier hauptsächlich auf die Bakterien, weil wir diese kleinen Fieslinge ja loswerden wollen.

Auf dieser Erde leben viele Menschen. Sehr viele. Und jetzt stell dir vor; in deinem Mund leben mehr Bakterien als es Menschen auf dieser Erde gibt. Wahnsinn oder ?‘
Beim Zähne putzen erreichen wir aber nur 60 % unserer Zahnoberfläche.
Die Mikroorganismen in unserem Mund sind von einem Fett umhüllt. Und wie wir wissen, mischt sich Wasser und Öl nicht, aber Öl und Öl schon. Also werden diese beim Öl ziehen gebunden und wir können sie gesammelt ausspucken.

Wie zieht man also Öl ?

Wichtig ist es, morgens auf leeren Magen Öl zu ziehen.
Dann haben wir die größte Menge an Bakterien in unserem Mund.
Sobald wir etwas essen, schlucken wir sie mit runter.
Ich mache es immer als Erstes, wenn ich aufstehe. 
Nachdem ich aufgewacht bin, gehe ich ins Bad, benutze einen Zungenschaber und nehme einen Esslöffel Öl in den Mund.
Am besten eignet sich Kokos-, Sesam- oder Sonnenblumenöl, weil diese erträglich schmecken. 
Dann „kaue“ ich das Öl und spüle es im Mund hin und her.
Man kann das fünf Minuten machen, aber die Profis machen es zwanzig 😉
Währenddessen schminke ich mich, ziehe mich an und mache Tee. 
Ihr könntet auch währenddessen duschen, aber ich bin ein #abendduscher – who’s with me ?
Dann spuke ich es in den Mistkübel (Abfalleimer für meine deutsche Freunde).
Danach spüle ich meinen Mund mit Wasser aus und putze meine Zähne.
Für mich ist das schon ein fester Bestandteil meiner Morgenroutine geworden, ohne fühle ich mich ganz ekelig 🙂

Seit dem ich das mache, bin ich kein einziges Mal krank geworden, obwohl in meinem Umfeld viele gehustet haben. Take that germs!
UPDATE: Vier Monate später; ich ziehe immer noch Öl, aber einmal war ich schon krank. Dennoch ist Ölziehen echt super!

GOLDEN SMOOTHIE & Golden Milk aka Liebeshymne an Kurkuma

Euch ist bestimmt bekannt, das Kurkuma sehr gesund ist. Eine Wunderknolle in orange.
Er ist unteranderem krebshemmend, entzündungshemmend, antiseptisch, antioxitativ, regt die Verdauung an, es entgiftet die Leber und leitet Schwermetalle aus dem Körper.
und gut – wie bekomm ich das jetzt in meinen Körper ?

Total bekannt ist mittlerweile Kurkuma Latte beziehungsweise die Golden Milk.
Dabei wird pflanzliche Milch erhitzt und Kurkuma, Pfeffer, Zimt, Honig und Ingwer werden eingerührt.
Ich mag es an sich sehr gern, aber manchmal ist es mir zu intensiv und ich kann es nicht oft trinken.
Also habe ich einen Golden Smoothie zusammen gestellt, der super gut schmeckt, leicht zu trinken ist und sich als Frühstück oder Snack eignet. 
Ihr braucht:

Ihr mixt einfach alles gut im Mixer und fertig. Jetzt seit ihr super gesund 😉 .
Wenn ihr Kakao hinzugebt, schmeckt das ganze wie ein würziger Kakao, sehr sehr lecker.

Mein dritter Tipp ist fermentiertes Gemüse.

Bitte wie? Was ist das für ein neumodischer hipster Scheiß? Ist es gar nicht.
Es ist eine ganz alte Methode Lebensmittel haltbar zu machen.
Sauerkraut zum Beispiel, das gute alte Sauerkraut. 
Fermentierte Lebensmittel haben Milchsäurebakterien, das sind natürliche Probiotika.
Diese Mikroorganismen bilden zu einem Großteil unser Immunsystems und schützen den Organismus vor chronischen Krankheiten, Parasiten, Viren und vor schädlichen Bakterien.
Die sind spitze für unsere Verdauung und auch für das Immunsystem ein echtes Plus.

Sauerkraut hat dazu noch echt viel Vitamin C und enthält auch Vitamin B12, 
follow vegans, i’m looking at ya’. 
Nein, aber im Ernst, Vitamin B12 können wir alle brauchen.
Auch bei einer zerstörten Darmflora nach Antibiotika Einnahme hilft Sauerkraut.
Ich esse einfach vor dem Essen ein Gäbelchen Sauerkraut und, wenn ich Lust habe, etwas mehr.

Fieberblasen

Ja, ich gebe zu auch ich habe hin und wieder Fieberblasen. Und dann habe ich das Gefühl das alle Leute nur auf meine Lippe starren und mich ekelhaft finden.
Es es hilft nichts, man muss einfach abwarten bis sie wieder verschwinden.
Was dieses Warten aber verkürzt ist Honig. Zwar nicht vegan, aber dafür bei mir wirksamer als jede chemische Creme aus der Apotheke. Einfach einen Klecks darauf verteilen und fertig.

Die wichtigste Erkenntnis

Was ich aber über die Jahre der Selbstbeobachtung und Wahrnehmung gelernt habe ist, dass Stress mich kränker, als jede Bakterie macht. Bin ich angespannt und fühle mich überfordert, schießt die Wahrscheinlichkeit, dass ich krank werde rasant in die Höhe.
Es ist als ob der Körper die letzte Reißleine zieht, um zu sagen – he du da, mach mal langsamer. Nehme ich mir dann Zeit für mich selbst, geht es mir bald besser und ich bin dann nach der Pause energiegelandener denn je.
Das ist aber nicht einfach, weil ich mir selber immer viel Druck mache.
Da hilft dann nur mich daran zu erinnern: meine Gesundheit  und mein Wohlbefinden ist mir wichtiger als jedes To Do.
Was ich mir auch immer sage, ist, wenn ich einen Tag die Woche Energie tanke, schaffe den Rest viel effizienter.


Es ist wichtig eine Balance zwischen gesunden Gewohnheiten, wie den oben erwähnten, einer ausgewogenen (pflanzlichen) Ernährung, Bewegung, Entspannung und Spaß am Leben zu finden. Aber eine kleine Krankheit hier und da, ist auch kein Weltuntergang.

*Ich bin in keinster Weise ärztlich ausgebildet, das sind nur Tipps die mir selber helfen. Ich übernehme keine Verantwortung für diese Infos. Bitte besucht einen Arzt, wenn ihr ernsthaft krank seid.