Der Wasserfussabdruck unserer Ernährung

Unser CO2 Fußabdruck ist viel zu groß – das ist uns allen bekannt. Aber hast du schon mal über deinen Wasserfußabdruck nachgedacht ? 
Gerade in der Ernährung spielt dieser eine große Rolle, weil wir zum Beispiel, wenn wir uns vegan ernähren, sehr viel Wasser sparen können.
Letztes Jahr habe ich im Geografie Unterricht einen Aufsatz darüber geschrieben, den ich hier gerne mit euch teilen möchte:
Es wird zwar nicht unbedingt danach gehandelt, aber der CO2 Fußabdruck ist weit mehr bekannt, als der Wasserfußabdruck. 
Kampagnen fokussieren sich oft auf den häuslichen und industriellen Wasserverbrauch, wobei das nur zehn 10% das Wasserverbrauchs betrifft.
85 % des menschlichen Wasserfußabdrucks betreffen den Konsum landwirtschaftlicher, speziell tierischer Produkte, weil diese mehr Wasser pro Kalorien benötigen.


Will man also etwas ändern, sollte man bei der eigenen Ernährung anfangen, anstatt kürzer zu duschen.
Tierische Produkte verbrauchen wegen dem notwendigen Anbau von Futtermittel soviel Wasser. 
In den USA werden 68 % des angebauten Getreides an Tiere verfüttert.
Vom Sichtpunkt des Wassersparens wäre es sinnvoller, die pflanzliche Nahrung direkt zu Essen, anstatt sie in Fleisch zu „verwandeln“.
Die Wasser Fußabdrücke eines zum Beispiel Steaks können immens variieren, das kommt auf Aufzucht und Fütterung an.
Das verbrauchte Wasser einer industriell gefütterten und aufgezogenen Kuh stammt meist aus Grundwasser.
Das kann aus einem wasserreichen oder wasserarmen Bereich stammen.
Das Wasser der Weidekühe stammt meist aus Regenwasser, welches sowieso nicht für den Gemüseanbau verwendet werden könnte.
Die sozialen und ökologischen Folgen des Wasserverbrauchs in der Viehzucht hängen davon ab, wie wasserarm, beziehungsweise wasserreich die Landwirtschaft ist und ob das Wasser anderweitig eingesetzt werden könnte.

Der Schutz des sauberen Wassers kann nicht mehr Länder intern geregelt werden.
Zum Beispiel Europa; Europa importiert viele Produkte wie Zucker, Baumwolle und Sojabohnen die wasserverbrauchend in der Herstellung sind, zum Beispiel aus Brasilien.
Europäischer Fleischkonsum ist auf Wasserressourcen außerhalb Europas angewiesen.
Wenn Europa seine künftigen Wasserlieferungen sichert, wird das ein ökonomisches und politisches Problem. 
Wasserprobleme sind Teil der globalen ökonomischen Struktur; Wasserknappheit wird aber nicht in Kosten für Hersteller oder Konsumenten umgewandelt. Konsumenten und Hersteller profitieren und die Gesellschaften und auch Ökosysteme von denen das Produkt stammt, leiden unter Verschmutzung der Wasserressourcen.
Die Futtermittel der Massentierhaltung sind schwer zurückzuverfolgen.
Also, ausgenommen von lokal produzierten und gefütterten Produkten, ist der Wasserfußabdruck schwer zu bestimmen.
Die Komplexität der Herstellung konventioneller Produkte verbirgt die Zusammenhänge unseres Essens und dessen Fußabduck. 
Um effektive Regelungen für Wassersicherung zu machen, muss man diese Zusammenhänge beleuchten und verstehen.
In der wissenschaftlichen Literatur wird nur die Wassereffizienz der Landwirtschaft, nicht aber das Ernährungssystem angeschaut.
Es ist aber wichtiger zu schauen, wie viel mehr Kalorien pro Tropfen zu schaffen sind, als Ertrag pro Tropfen.

Konsumenten müssen auf Transparenz ihrer tierischen Produkte und deren Wasserverbrauch bestehen, der Weg sollte zu Erneuerbaren führen.

Kategorie Kopf, Nachhaltigkeit

Atmet und schläft in Wien. Arbeitet ebenda auch manchmal. An Illustrationen, Fisimatenten oder daran endlich die richtige Müllsack Größe zu kaufen. Macht manchen Sorgen und sich eine große Freude mit dem Studium der Sprachkunst. Schreibt über Fliederlila, Stromausfälle und Zitronenschaum. Irgendwas im Internet, ihre Oma ist sich da nicht so sicher, unter urbananouk.com. Mag Pfirsiche, aber nur die flachen.

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