Schlagwort: city guide

Stockholm Guide

stockholm sind kaffee flecken im schnee, rote ohrspitzen, enorme plattenbauten neben kleinen gepflasterten gassen, blaue abendstunden und ewig rote ampeln. 
stockholm ist voller baustellen, die um den taxifahrer zu zitieren “it’s a real shit” sind. 
aber am ende des tages ist stockholm ein lächelndes ‘hej hej’ und es geht nur darum nicht den eisigen gehsteig zu küssen und die ostseeluft zu atmen. 

Stockholm ist immer eine gute Idee. Nun, außer im kalten dunklen Januar. Wie wir die Tage trotzdem genoßen und meine persönliche Tipps lest ihr in diesem Stockholm Guide. Ach, und ein verdammt guter Schokokuchen, der kommt auch vor.

Restaurants 

Essen müssen wir alle und ist es nicht  immer eine Freude all die neuen Restaurants auszuprobieren? Für mich sagt die nachhaltige, vegane Szene immer viel über eine Stadt aus. In Stockholm haben wir bunt und gut gegessen und deshalb startet der Guide damit.

Hermans
Fjällgatan 23B 
116 28 Stockholm 
Täglich 11 – 21 Uhr 
hermans.se

Selber als Tipp bekommen, kann ich die Empfehlung nur weiter reichen. Ganz in der Nähe des Fotografie Museums, auf den Klippen mit schönen Ausblick über Wasser und Stadt liegt es, das Hermans.
Normalerweise mag ich keine Buffets, aber die Auswahl und Vielfalt des Hermans hat mich überzeugt. Von gutem Brot, etlichen bunten Salaten, Gemüse und warmen Speisen wie „Lentil Sheppards Pie“, Lasagne oder Curry reicht das Angebot.
Am günstigsten ist es von 11-15 Uhr, danach wird es eine Spur teuerer, aber ich finde es ist gerade für Stockholm ein super Preis Leistungsverhältnis.
Ich glaube für Essen und Getränk haben wir 15 Euro gezahlt und man kann sich so viele (Yogi) Tees machen wie man möchte.
Desserts und Kuchen werden separat angeboten und ich kann nur sagen – der Schokoladenkuchen war der beste den ich jemals gegessen habe!
Abends lohnt es sich wahrscheinlich zu reservieren.

 

 

Hälsocafet Mahalo
Hornsgatan 61
118 49 Stockholm 
halsocafet.se

Hipster in ihrem natürlichen Habitat trifft man hier am besten. Neben den „insta-worthy“ Smoothie Bowls gibt es Wraps, Sandwiches, rohe Desserts, Buddha Bowls und Burger. Alles sehr ästhetisch und gut. Kann ich nur empfehlen.

Sattva Bageri
Stora Nygatan 6 
111 27 Stockholm 
10-18 Uhr

Gelegen in der Altstadt liegt diese kleine Bäckerei. Neben veganen Kanebullar und sonstigen Bäckereien gibt es mit Spinat oder Curry gefüllte Teigtaschen und guten Tee. Strahlend wird man von einem indisch aussehend Herrn mit wallendem Haar und Flip Flops  (bei einer Temperatur von -1°C) bedient. Gut zum Aufwärmenden und Ausruhen nach einem Spaziergang durch die kleine Altstadt.

Sally Voltaire & Systrar
Drottninggatan 45 
111 21 Stockholm 
sallyochsystrar.se

Eher enttäuscht war ich von diesem Restaurant – gelegen in einem Kaufhaus werden bunte Salatschüsseln angeboten. Das Ambiente war mir zu unruhig, das Essen okay.

Eatnam
Odengatan 85 
113 22 Stockholm
eatnam.se

Typischer Vietnamese mit hipper Einrichtung. Das Essen ist gut, aber nächstes Mal würde ich dann vielleicht doch ein paar mehr Euro aufwenden und das Minh Mat besuchen, das eine eigene vegane Speisekarte haben soll.

Bioläden und Supermärkte

Natürlich wird es bei den schwedischen Preisen nicht immer ein Restaurant sein – in den Bioläden und Supermärkten findet man aber meist ein paar Snacks oder auch Frühstück. Ich habe mir sagen lassen, dass es sich im Sommer anbiete diese am Wasser zu verzehren 🙂

Museen

Neben herumstrolchen und essen war unsere liebste Beschäftigung die Besichtigung von Museen.

Fotografiska 
Stadsgårdshamnen 22  
116 28 Stockholm 
fotografiska.eu

Vielleicht meine liebste Erinnerung (abgesehen von dem Schokokuchen 🙂 ) ist das Fotografie Museum. Direkt an der kalten Ostsee gelegen befindet sich das Backsteingebäude. Angesehen haben wir uns folgende Ausstellungen:

lda Borg – Hygiene -A Circle of Life 

Besonders berührt haben mich die Fotos von Ida Borg. Ihre Bildsprache, das Licht und die Intimität und Einfachheit finde ich wunderschön. Doch die Ausstellung sollte auch auf etwas aufmerksam machen:

Regardless of where you find yourself in the circle of life, your health is dependent on hygiene – yours and that of others.
In addition to its crucial role in our survival, hygiene has also a great impact on socio-economic progress. However, this essential progress is obstructed by obstacles such as taboos, traditions, ignorance and lack of resources. For example only seven percent of fathers in Sweden have talked about menstruation with their daughters. 1,400 children die every day of diarrhoe. One of three infections among children could be avoided with access to soap and clean water. In addition, there is a considerable loss of production due to taboos and lack of suitable hygiene, especially for women.

Ich kann nur wärmstens empfehlen mal durch ihre Bilder zu stöbern.

Chen Man – Fearless & Fabulous 

Auch, wenn mich die Ästhetik der Bilder nicht sofort angesprochen hat, finde ich sie in Bezug zu ihrem Hintergrund spannend und beeindruckend.

In 1980, the year of Chen Man’s birth it was not common to talk about fashion in China. On the quiet hutongs in Beijing’s old city neighbourhood where Chen Man was born and raised, you would have seen Beijing grandparents strolling along with their bird cages after early morning Tai Chi exercises mostly dressed in grey or blue Mao suits, China’s national fits since communism came into power in 1949. Time felt remote. Perhaps in the mind of the western world it was the last image of a China still lingering in oriental serenity. After endless revolutions, class-struggles, poverty and isolation, China is eager to embrace the world with hope, curiosity and uncertainty Chen Man calls herself and her post-1980s generation of Chinese youth the witnesses of China, „when the dream becomes true“. But which dream? Certainly not the same dream of communism that the generation of Chen Man’s parents held, but the dream of materialistic happiness that has transformed China, seemingly overnight, into a capitalist society.
Today as the world looks on at China’s growing economic strength and increasing global influence, the image of China needs an update.

Åsa Sjöström – Silent Land 

Mit intensiven Farben und gefühlsdichten Fotografien lässt Åsa Sjöström den Betrachter Moldawien mit ihren Augen sehen. Sehr ergreifend.

Nick Veasey – Inside Out 

Everything is stripped down to the bare bone, the raw metal or whichever components are included in the objects that are subjected to Nick Veasey’s X-rays. He captures everything from the beauty of Victorian clothes to the fragility of a flower, or, why not, the humorous fact that a host of well-known personalities shares the same skeleton?

Moderna Museet
Exercisplan 4 
111 49 Stockholm 
modernamuseet.se

Das Moderne Museum befindet sich auf einer kleinen Insel, umschwommen von Schwänen und angelegten Booten. Der Einritt ist frei, die Werke vielfältig und der Museums Shop bunt. Besonders gefallen haben mir die Leseecken gefüllt mit Kunstbüchern zum Stöbern.

Geschäfte 

Da wir alles zu Fuß gegangen sind, sind uns viele Schaufenster begegnet und hin und wieder haben wir uns verleiten lassen und einen Blick herein geworfen.

Keramikerna 
Åsögatan 159 
116 32 Stockholm 

Es gehört vielleicht nicht zu meinen durchdachtesten Zügen, aber ich liebe Keramik aus fremden Städten. Bis jetzt ist noch jeder Teller und jede Tasse heil in Wien angekommen und fingers crossed, dass das so bleibt.
Im Keramikerna kann man handgegossene Tassen in allen Farben und Größen erstehen und auch mit floralen Designs.
Wer Glück hat erwischt beide Frauen bei der Arbeit und ihr kleiner Fellpuschel-Hund übernimmt die Begrüßung.
Auch ein besonders schönes Geschenk.

Ecosphere
Bergsunds Strand 32 
117 38 Stockholm 

Klein und fair würde Ecosphere kurz und bündig beschreiben. Vertreten sind viele bekannte Fair Fashion Marken und es gibt auch den ein oder anderen Schnickschnack. Ganz nett, aber ich hätte mir mehr schwedische Produkte gewünscht.

Hope Shop 

Schlichte aber schöne Schnitte findet man im Hope Shop. Wie sie zu Nachhaltigkeit stehen findet man auf ihrer Website.

Orte und Stadteile 

Södermalm – der Hipsterbezirk, den wir nicht finden konnten. Da uns kleine künstlerische Geschäfte und ein alternativer Stadtteil versprochen wurde, spazierten wir eine gefühlte Ewigkeit die Straßen entlang und fanden nur Plattenbauten vor.
Einzig auf der Hornsgatan waren ein paar Läden.
Wo es uns besser gefallen hat, war rund um Keramikerna, also die Åsögatan hinunter.
Was ich als perfekten Tagesplan empfunden habe, war vormittags das Fotografie Museum zu besuchen, danach bei Hermans zu essen und dann zu Keramikerna und in der Gegend herum zu flanieren.
Auch schön, aber überschaubar ist die Altstadt. Dort lauern viele Touristenfallen, aber in den Seitengassen ist es sehr nett, besonders in den blauen Abendstunden, mit all der Beleuchtung, die auch im Januar / Februar noch an Weihnachten erinnert. Dort findet man auch die Sattva Bageri.

Sonstiges

Abendlicht

Stockholm im Winter ist dunkel, morgens, nachmittags, abends. Doch anders als das bald schwarze abendliche Wien, leuchtet der Abendhimmel in Stockholm satt blau. Vielleicht ist es der Himmel, der sich im Wasser spiegelt, wie auch immer, dunkel ist nicht gleich dunkel und in Stockholm ist es besonders schön dunkel.

Goodeatings Stockholm

Malin von goodeatings Videos sind immer wunderschöne Minuten voller Farb- und Lichtstimmungen  und Ruhe und so ist auch ihr Stockholm Guide sehenswert.

Wart ihr schon mal oben im Norden? Was hat bei euch Eindruck hinterlassen?

Många kramar,

Stephanie

Nach dem Buchstabenschwall nun noch ein paar bildliche Eindrücke.

 

Lissabon Guide

L i s s a b o n  – Lissabon ist gedrängte kleine Gehwege, ist ein endloses Meer an gemusterten Fließen, ist Weitblick auf all seine Dächer, ist bunt und voller Leben.
Lissabon ist aber auch Baustellen, laut, unruhig und Gras an jeder Ecke.
Lissabon ist vor allem eines – steil, steiler, Treppen.
Doch manchmal, manchmal da ist Lissabon auch schön.

Juni 2017 besuchte ich portugiesische Hauptstadt erstmals. War ich nicht mit meinen Freunden unterwegs, erlief ich mir die Stadt allein. Rauf und runter, quer und rundherum. Ich liebe das – die fremde Stadt und ich.
Dabei habe ich so einiges erlebt und entdeckt und davon möchte ich euch in meinem persönlichen Guide erzählen. Über vegane Restaurants, Second Hand Shops und Aussichtspunkte, ist alles dabei.

Ao 26 – the vegan food project 

R. Vítor Cordon 26, 1200-484 Lisboa, Portugal

Nach einem anstrengenden Tag schmeckt alles besser. Ach, wie hab ich mich über dieses gute vegane Restaurant, nach Tagen voller trockener Maiswaffeln und nach schleppend heißen Stunden in Belem, gefreut.
Das Ao 26 ist ein hippes, leckeres Restaurant mit fairen Preisen, das ich nur empfehlen kann, von den Süßkartoffel Pommes noch gar nicht zu sprechen. Die Speisekarte reicht von Burgern, die sich abheben von dem gewöhnlichen Sojazeugs und zum Beispiel aus Linsen bestehen, bis zu bunten Salaten und Sandwiches. Besonders angetan war ich auch von den Desserts – wir hatten Creme Brûlee und Schokoladenkuchen mit Früchten, beides sehr gut. Die Einrichtung ist auch sehr nett. Es ist jedoch sehr voll und man sollte auf jeden Fall reservieren.

 

 

 

Embaixada

Praça do Príncipe Real 26, 1250-184 Lisboa, Portugal

Das Emabixada ist ein etwas anderes Geschäftshaus im Ribeiro da Cunha Palast. Das Gebäude mag eher ein Museum vermuten lassen und doch finden sich innerhalb portugiesische Marken – von Kleidung, Kosmetik, Schuhen, Schmuck bis zu Kunst.
Ich habe mir dort ein Lissabon-Andenken in Form einer handgemachten Silberkette gekauft, die ich nun ständig trage.
Doch auch ein Restaurant findet sich dort und ein Interiorladen.
Besonders lieb fand ich auch die Babykleidung.
Man ist recht schnell durch das ruhige Gebäude durch und wenn man in der Nähe ist, würde ich einen Besuch empfehlen. Wer, wie ich, vergisst, die Öffnungszeiten zu beachten (es öffnet erst um 12 Uhr), dem würde ich vorschlagen, im Park gegenüber zu zeichnen, lesen oder einfach nur den älteren Herrn beim Zeitungen lesen zu zuschauen.

Website

 

 

Aloha Cafe 

R. Monte Olivete 20, 1200-279 Lisboa, Portugal

Nachdem ich das Embaixada besucht, im Park gezeichnet hatte und es schon gegen Mittag war, machte ich mich auf den Weg zum nahgelegenen Aloha Cafe.
Man muss schon davon wissen, zufällig wäre ich da nie rein gestolpert.
Das Aloha Cafe ist ein sehr nettes kleines Cafe mit Kuchen, Snacks, Mittagsmenü und Frühstück. Erwähnenswert ist auch die schöne Pflanzentapete 😉
Im Cafe saßen lauter Einheimische, meistens ein gutes Zeichen. Die Bedienung war sehr freundlich und half mir, das Mittagsmenü zu übersetzten, das täglich wechselt und nicht auf der englische Karte steht.
Ich entschied mich dann für das Mittagsmenü, in dem eine Gemüsesuppe, ein Hauptgericht und der Tee des Tages inkludiert sind. Ich weiß nicht, ob es dort üblich ist, aber dieses „Tee des Tages Ding“ ist mir öfter begegnet und ich finde es eigentlich eine gute Sache, denn bekanntlich sollte man ja warm trinken, wenn einem heiß ist. Bestellt man den Tee kalt, kommt er mit extra Eiswürfeln an.
Ich dachte erst, dass es ein veganes Cafe ist, doch mittlerweile weiß ich, dass es vegetarisch ist. So vermute ich auch, dass das Joghurt auf meinem Kichererbsen-Falafel-Wrap nicht aus Soja war. Geschmeckt hat es trotzdem gut und im Süden sollte man vieles etwas lockerer angehen, wenn man nicht verzweifeln will.
Gespannt war ich auch auf den Süßkartoffel-Brownie, den ich mir mitnahm – nun, er schmeckte sehr gesund..
Also eine rundum Empfehlung für dieses sympathische Cafe.

 

 

 

A Outra Face da Lua

R. Assunção 22, 1100-044 Lisboa, Portugal

Eine Straße entfernt von Touristenmassen und langweiligen Geschäften befindet sich dieser witzige Second Hand Shop. Er ist gefüllt mit bunter gemusterter Kleidung und ein Cafe befindet sich ebenfalls im Geschäft. Wer gewöhnliche Kleidung sucht, ist hier falsch, aber das eine oder andere ausgefallene Teil zum fröhlichen kombinieren wartet nur. Ich finde es zum Beispiel cool, eine gemusterte Second Hand Bluse über einem simplen T-Shirt und mit Jeans zu tragen.

 Facebook

 

 

Typografia 

R. Augusta 91, 1100-048 Lisboa, Portugal

Bei Typografie lassen sich gute Mitbringsel für Brüder oder Freunde in Form von bedruckten T-Shirts finden. Es gibt einige coole Prints, aber es scheint auch touristisch und befindet sich auf einer überlaufenen Straße. Typografie hat auch einen Laden in Porto.

Website

 

Organi Chiado

Calçada Nova de São Francisco 2, 1200-300 Lisboa, Portugal

Ein Restaurant, das auf qualitative regionale Produkte achtet? Das musste ich ausprobieren.
In der Nähe der zwei oben genannten Geschäfte, nur etwas abseits des Touristenrummels, befindet sich das simpel eingerichtete Lokal. Ich bestellte Risotto und bekam einen gefüllten Teller mit Salat (sehr gutes Dressing), kleinen gelben Süßkartoffeln (so gut) und Risotto.
Nun, ich bin mir nicht sicher, das Risotto schmeckte käsig – war es wirklich vegan ? Ich werde es nie wissen. Also am besten beim Kellner nochmal nachfragen, falls ihr dort seid.
Auch meine Begleitung war mehr als zufrieden. Da ich unbedingt ein Dessert probieren wollte, aber so gesättigt war, nahm ich eines mit. Vegan cheesecake with berries – hach, das war gut, mit Keksboden. Ich wünschte, ich hätte nochmal Zeit gehabt, erneut dorthin zu gehen.

Website

 

Go Natural / Brio – Bio-Supermarkt 

309, Tv. Carmo 1, Portugal

Lifesaver! Als Veganer im Süden hat man’s nicht immer leicht. Doch des Veganers bester Freund ist der Bioladen. Es hat sich immer bewährt, ein paar Snacks, die gegebenenfalls eine Mahlzeit ersetzten können, zu kaufen – zum Beispiel Maiswaffeln und ein Aufstrich.
Das ist auch eine gute Möglichkeit, Geld zu sparen.
Ich will nicht wissen, wie viele Maiswaffeln ich in elf Tagen Portugal und Spanien gegessen habe.
Aufstriche sind auch super für Hotelfrühstücks, dann braucht an nur noch ein Stück Brot.
Der Brio Biosupermarkt (ich denke, es ist mittlerweile ein Go Natural) bietet fast alle Produkte, die man im deutschsprachigen Raum auch findet und ein paar „Meals to Go“.
Gleich neben dem Supermarkt sind ganz schöne moderne Kleidergeschäfte.

Brio auf Yelp 

 

Aussichtsplattformen – Miradouros

Chiado

Ebenfalls nah dem Bio-Supermarkt befindet sich eine tolle Aussicht. Mitten in Chiado ist da so ein netter Platz, vor der Igreja do Carmo Kirche. Und hinter der Kirche ist eine schöne Aussicht auf die Dächer Lissabons. Genauso zufällig, wie ich sie gefunden habe, bin ich dann in einem Aufzug gelandet, der mich in einen Laden auf eine wuselige Straße brachte. Jetzt ich Nachhinein denke ich, es war ein privater, aber wo es einen halt so hintreibt…

Principe Real 

In der Nähe des Hotels, in dem ich wohnte, befand sich eine weitere schöne Aussicht – der Miradouro Sao Pedro de Alcántara.
Lissabon mag zwar anstrengend und steil sein, aber gerade das ermöglicht alle diese Aussichten.

 

Museen

Ich habe in Lissabon nur ein Museum besucht – das Gulbenkian. Dort sind Kunstschätze aus allen Ecken der Welt und Epochen zu sehen. Zum Beispiel Möbel, Gemälde, Fließen und Schüsseln.
Es ist eine schöne Sammlung, bestimmt interessant für Kunstinteressierte, doch mich interessieren mehr die einheimischen Künstler, die Geschichte und Gegenwart der Stadt.
So wie zum Beispiel die jungen Künstler Portos, doch dazu mehr im Porto Guide.
Ein weiteres Museum, welches schön sein soll, ist das Azulejos (bemalt und glasierte Keramikfließen) Museum.
Doch ich habe es vorgezogen, die Fließen an den Hauswänden auf meinen Stadtspaziergängen zu bestaunen – daraus ist eine ganze Sammlung an Fotos entstanden.

 

Viertel 

Principe Real

In diesem Viertel habe ich gewohnt, deshalb ist es mir so vertraut. Geht man Richtung Park Jardim Principe Real, passiert man einige nette Geschäfte. Dort befindet sich auch Embaixada und das Aloha Cafe.  Die Geschäfte machen erst spät am Vormittag auf und es herrscht eine ruhige Atmosphäre. Im Park kann man gut entspannen und lesen. Weitere Restaurants, die ich rausgesucht, aber dann keine Zeit für einen Besuch hatte, sind Planeta Bio und Jardim Sentidos.

 

Bairro Alto

Etwas den Hügel runter, unter Principe Real, befindet sich Bairro Alto. Viele kleine Gässchen schlängeln sich abwärts oder aufwärts, je nach dem, wie man es sieht. Tagsüber scheint es wie ausgestorben, doch nachts öffnen all die Bars und Restaurants.
Es ist, meiner Meinung nach, kein Muss dorthin zu gehen, aber, wenn man in diesem Bereich ist, würde ich auf jeden Fall empfehlen, statt die Rua de São Pedro de Alcântara eine Straße versetzt zu gehen. Die Hauptstraße ist sehr befahren, der Gehweg schmal und die Touristenquote hoch. Die kleinen Gässchen sind wesentlich stressfreier zu gehen.

Bica

Noch ein Stück runter, findet sich Bica, auch ein sehr lebendiger Ort. Es ist ganz nett, einmal durch zu spazieren, doch hauptsächlich reihen sich Modekette an Modekette. Dazwischen sind versteckt kleine Antiquitätengeschäfte (mit Schallplatten!) und Concept Stores zu finden.

Chiado

Westlich neben Bica liegt Chiado. Ein mir sehr vertrautes Viertel, denn dort liegt der Bio-Supermarkt. Auch der oben erwähnte Platz und die schöne Aussicht sind dort zu finden.
Ebenfalls das Organi Chiado liegt in der Nähe.
Das Ao 26 liegt südlich unter Chiado. Ich bin sehr gerne durch dieses Viertel spaziert.

Baixa

Weiter westlich neben Chiado findet sich Baxia und viele, viele Touristen. Die Rua Augusta ist wie die Mariahilferstraße Lissabons. Viele Modeketten, die in jeder Großstadt zu finden sind, reihen sich an touristische Restaurants. Doch Baixa ist nicht nur negativ – dort ist Typografia situiert und auch der Second Hand Shop. Ebenfalls nett finde ich es, all die alten Nähzubehörgeschäfte in der Rua do Conceicão zu besichtigen und nach einem lustigen „Patch“ für meine Jeansjacke zu suchen. Fündig bin ich dann in Porto geworden, mehr dazu bald.
Die Kathedrale Se de Lisboa liegt auch in dieser Gegend.
Spaziert man weiter Richtung Süden landet man am Rio Tejo – ach, Städte am Wasser sind schon schön…

Alfama

Alfama liegt weiter westlich und soll ein schönes Viertel sein.Ich habe es nicht dorthin geschafft.

Ausflüge

Raus aus der Stadt – dazu gibt es einige Möglichkeiten. Zum Beispiel das, ein wenig außerhalb gelegene, Belem. Belem ist der Ort, wo alle Touristen sich treffen und brav in der Schlange stehen. Ihr hört vielleicht schon raus, es war nicht mein liebster Ort. Das Wasser und der Turm sind schon beeindruckend, doch wir verbrachten unsere Mittagsstunden in schleppender Hitze dort und mir wäre so einiges eingefallen, das ich lieber getan hätte. Nun ja, es war eine Erfahrung.
Was mir jedoch gefallen hat, war das Hieronymuskloster, indem wir uns, in kühlen Gängen, dem Zeichen widmeten. Denn, wenn wir etwas zeichnen, nehmen wir es ganz anders wahr und es bleibt uns in Erinnerung.
In Belem befindet sich auch das moderne Museum Museu Berardo.

Weitere Ausflugsorte sind zum Beispiel Sinatra, Cascais und Cabo da Roca – hier habe ich keine Erfahrung beizusteuern, bei Interesse findet ihr bestimmt einiges online.

 

Lissabon Essentials  

Es gibt einige generelle Tipps, die ich euch ans Herz legen möchte.
Erstens – holt euch einen echten Stadtplan! Oft geben Hotels sie kostenlos her.
Mir hilft dieses Stück Papier immer ungemein. Ja, all die Apps und Maps sind auch nicht schlecht, aber mit so einer Karte bekommt man einen viel besseren Überblick und kann sich vegane Restaurants eintragen – wenn man dann unterwegs ist, muss man nur noch einen Blick darauf werfen, um herauszufinden, wo das nächste Restaurant liegt.
Gelassenheit – ohne sie geht es hier nicht. Verzweifelt nicht, wenn ihr nicht gleich vegane Speisen findet oder es sich dann doch als vegetarisch herausstellt. Einfach nett fragen und offen bleiben.
In der Früh ruhig mal länger schlafen – so wie es Lissabon auch tut. Frühaufsteher finden Beschäftigung in Museen.
Sich mal Zeit nehmen zum Zeichnen. Dabei kommt man runter, wird fokussierter und im Nachhinein bleibt einem nicht nur die Kritzelei, sondern auch eine detaillierte Erinnerung.
Wer gerne ruhig schläft, dem seien Oropax empfohlen.
Gute Schuhe und Blasenpflaster sind ebenfalls keine schlechte Idee.
Und sonst – gehen, gehen, gehen. So lernt man die Stadt am besten kennen.
Es hilft auch sehr die vielen Steigungen als Beine-Po-Training zu sehen und die ganze Schwitzerei in der Hitze als Detox-Kur 😉

Ach Lissabon!

Lissabon, du bist ganz schön schön, bunt, überwältigend und manchmal überfordernd.
Du hast einen Platz in meinem Herzen, aber gestohlen hast du es nicht.
Wir werden uns bestimmt wieder sehen, doch sein mir nicht böse, dein kleiner Bruder Porto und ich, wir sind uns einfach näher. Es liegt nicht an dir, nein, da sind nur so viele Füße, die über dein Pflaster trampeln und dann bist du einfach zu viel für mich, lässt meine Sinne explodieren.
Doch eines, das muss man dir lassen, du bist eine Stadt am Wasser und das gefällt mir sehr. Also vielleicht, wenn du etwas gesettelter bist, vielleicht wird dann was aus uns.