Gefrierbrand

Es friert, wird leicht, schwimmt oben. Manchmal friere ich mich unabsichtlich ein paar Tage ein. Das ist leicht, wenn ich nicht hinsehe und die Zeit verschwimmt. Es beginnt mit dem Mund. Zum Schluss ist alles nur noch linear. Die Arme, die Beine, das Herz. Alles linear und kalt. Zum Gefrierbrand ist es noch nicht gekommen, weil mein kleiner Zeh meist irgendwo hängen bleibt oder meine Lippen schreien und dann muss ich auftauen. Am längsten bleiben die Augen kalt. Manchmal friere ich mich auch absichtlich ein, wenn ich mich ein paar Tage nicht brauchen kann. Die steifen Wochen sind lila im Kalender markiert, ich zeige sie niemand.

Kategorie Geschichten, Kopf

Atmet und schläft in Wien. Arbeitet ebenda auch manchmal. An Illustrationen, Fisimatenten oder daran endlich die richtige Müllsack Größe zu kaufen. Macht manchen Sorgen und sich eine große Freude mit dem Studium der Sprachkunst. Schreibt über Fliederlila, Stromausfälle und Zitronenschaum. Irgendwas im Internet, ihre Oma ist sich da nicht so sicher, unter urbananouk.com. Mag Pfirsiche, aber nur die flachen.

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