Anrennen gegen das Schweigen

die oberflächen glänzen und der abend zeigt sich sanft und trotzdem hat die ruhe eine spannung, die luft baut sich auf als würde sie gleich platzen und die stille als würde sie implodieren bis es kracht und das regal nichts mehr halten kann bis alles sich am boden in scherben häuft.
was soll man da noch sagen, außer dass man was sagen muss. ich rücke nervös auf den sofa herum, das, ich weiß, auf meinen privilegien gebaut ist.
ich fühle mich gleichzeitig nicht in der position die richtigen worte zu finden, den ton anzuschlagen der sich aufdrängt und genau in der position etwas sagen zu müssen, zu wollen.
alles, was sich im kopf formuliert, bleibt im hals stecken, klingt es doch zu klein und falsch, aber das stumm bleiben noch viel falscher.
vielleicht sollten wir gemeinsam schreien, schreien, schreien.
um der mitmenschen willen, nicht um unser eigenes bild zu polieren und schlafen zu können, nein, schreien für die menschen.
neben dem schreien, dürfen wir doch nie nie nie vergessen, die ohren und augen zu öffnen für die geschichten und gedanken derer, denen so oft die bühne verwehrt wird. denn deshalb bin ich hier, hier um mir stimmen ins wohnzimmer und worte vor die augen zu holen, die sonst nicht an mich dringen würden.
ich habe auch noch nicht den richtigen schlüssel gefunden und maße mir auch nicht an das zu können, aber deshalb kann ich ja nicht einfach jede tür zu lassen.
vielleicht ist nun all das auch wieder zu vetraxt, aber es ist ein versuch und ein anrennen gegen das schweigen und ein lautes HÖRT ZU an euch, an mich.
denn die stille und eintracht schmeckt momentan sowieso bitter, die sonntage bleiben picksüß am gaumen kleben, merkt ihr es nicht?

Kategorie Gedanken, Kopf

Ich heiße Stephanie Anouk Doujak. Aus meiner Abschlussarbeit über Nachhaltigkeit im Alltag und Medien Kommunikation ist dieser Blog geworden, mit dem ich mir auch einen großen Traum erfülle und hoffentlich auch dich zum träumen bringe.

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